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Kirchliche Zeitgeschichte

Internationale Zeitschrift für Theologie und Geschichtswissenschaft
Contempary Church History - International Journal for Theology and History
Die Zeitschrift „Kirchliche Zeitgeschichte“ erforscht kirchengeschichtliche Themen dieses Jahrhunderts über Konfessionen, Grenzen und Ideologien hinweg. Der Herausgeberkreis, Kirchenhistoriker aus West-, Nord-, Mittel- und Osteuropa sowie aus Nordamerika, sieht die Aufgabe kirchlicher Zeitgeschichte darin, die jüngste Vergangenheit multiperspektivisch darzustellen, um so zu begründeten Urteilen vorzudringen.
  
Symposium 2016:

Die nächste Tagung des CCH / KZG-Herausgeberkreises wird
in der letzten Oktoberwoche in Helsinki stattfinden:

"Ökumenische Zusammenarbeit und Weltpolitik"


The next CCH / KZG Conference 2016 will take place
during the last week of October in Helsinki:

"Ecumenical cooperation and world politics"


Symposium 2015:

Ein neues Klima“ - Rezeptionsgeschichte des Zweiten Vatikanischen Konzils in Ost- und Mitteleuropa



Tagung in Zusammenarbeit mit dem Herausgeberkreis der Zeitschrift Contemporary Churchhistory (english version) / Kirchliche Zeitgeschichte Ort: Bundesinstitut für die Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, OldenburgZeit: 3. - 4. Dezember 2015


Veranstalter: Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Prof. Dr. Andrea Strübind
 
„Ein neues Klima ist im Kommen und ein Klima ist eben nicht aufzuhalten!“ fasste Bolesław Kominek, Titular-Erzbischof  von Breslau/Wrocław, im Dezember 1965 die Ergebnisse des gerade zu Ende gegangenen Zweiten Vatikanischen Konzils für die Kirchen in Mittel- und Osteuropa zusammen. Die Tagung im Rahmen des 50jährigen Jubiläums fragt nach den Wirkungen und der Bedeutung des Zweiten Vatikanischen Konzils, das wie kein anderes Ereignis für die bewusste Zukunftsorientierung und Öffnung zur Moderne steht, für die Kirchen in den sich politisch wandelnden Gesellschaften in Ost- und Mitteleuropa.

Die dogmatischen und kirchenorganisatorischen Konzilsentscheidungen hatten nachhaltige Konsequenzen für die Verhältnisbestimmung der katholischen Kirche zu den kommunistischen Staaten und deren Regierungen. Die Relevanz der Muttersprache (Ersetzung der lateinischen Messe), der Nation, der Ortskirchen und der dezentralen Kirchenstrukturen (Bischofskonferenzen) führten zu einem neuen Selbstbewusstsein der Kirchen und einer Neupositionierung gegenüber den jeweiligen Gesellschaften. Das Zweite Vatikanische Konzil hat zur Intensivierung des kirchlichen Lebens in den  Ländern Ost- und Mitteleuropas beigetragen, das die Transformationsprozesse der 90er Jahre vorbereitete.

Die Beiträge ordnen sich drei Themenfeldern zu, die an konkrete Weichenstellungen in wichtigen Konzilsdekreten anknüpfen. Das Zweite Vatikanische Konzil verabschiedete am 21. November 1964 mit dem Ökumenismusdekret „Unitatis redintegratio" eine Grundlage bzw. ein Leitbild für den Umgang mit den getrennten Kirchen und der Ökumenischen Bewegung, die wegweisend für die kommenden zwischenkirchlichen Dialoge wurde. Das Ökumenismusdekret gilt geradezu als „kopernikanische Wende“ in den zwischenkirchlichen Beziehungen. Die Vorträge dieses Panels thematisieren den Wandel in den Beziehungen zur Orthodoxen Kirche bzw. zu den protestantischen Minderheitskirchen, aber auch die Entstehung einer spezifischen Ostpolitik des Vatikans wird in den Blick genommen.

Einen wichtigen Impuls zur Aufnahme interreligiöser Dialoge war die Konzilserklärung „Nostra aetate“, die in vielen Länder Osteuropas zu einer Neubestimmung des Verhältnisses der katholischen Kirche zum Judentum Anlass bot. Die Liturgiereform (u.a. Einführung der Messe in der Volkssprache) hatte Auswirkungen auf die Gestaltung von Kirchenräumen, wie sich an der Errichtung von „Volksaltären“ oder am Umbau vormals protestantischer Kirchen zeigen lässt.
 

 

Das Zweite Vatikanische Konzil und die Ökumene


 
Johanna Rahner (Tübingen),
Das zweite Vatikanische Konzil – zur Einführung

Mihai Grigore (Mainz),
Die Rezeption des Ökumenismus-Dekrets und die Kirchen Rumäniens

Joanna Koleff-Pracka (Warschau),
Die Wirkungen des Zweiten Vatikanischen Konzils auf das Verhältnis zwischen der katholischen Kirche und den protestantischen Minderheitskirchen in Polen

Katarzyna Stokłosa
(Sønderborg / Flensburg), 
Zweites Vatikanisches Konzil und das deutsch-polnische Verhältnis (Zusage)

Karolina Wigura (Warschau),
Vatikanische Ostpolitik (1958-1978) nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil

Franziska Metzger (Fribourg / Schweiz),
Die Rezeption des Konzils im Schweizer Katholizismus

Gerhard Besier (Dresden),
Die Auswirkung des Ökumenismusdekrets auf die kirchlichen Beziehungen in Deutschland (Zusage)
 

 

Die Konzilserklärung „Nostra aetate“ und der jüdisch-christliche Dialog


 
Stanislaw Krajewski (Warschau),
Die Rezeption von „Nostra aetate“ und die jüdisch-christlichen Beziehungen in Polen (Zusage)

József Szécsi (Budapest),
Der jüdisch-christliche Dialog in Ungarn nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil

Hans Hermann Henrix (Aachen),
Die Bedeutung der Konzilserklärung für die Beziehungen zwischen der katholischen Kirche und dem Judentum in Osteuropa
 

 

Die Auswirkungen der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils


 
Tobias Weger (Oldenburg), Volksaltäre und Kirchenbau in Deutschland – an Beispielen des norddeutschen Katholizismus (Zusage)

N.N., Liturgiereform, Kirchenumbau und -neubau in Polen ab 1965 und die Reaktionen darauf

N.N., Die deutschsprachige Minderheit in Polen zwischen Zweitem Vaticanum, „Millenium der Taufe Polens“ und sozialistischer Realität.
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Das aktuelle Heft beschäftigt sich mit folgenden Themen:

Gerhard Besier
Confession – Emotion – Situation. On Resistance in Churches and
Religious Associations in Europe in the 20th Century

Katarzyna Stokłosa
On Resistance in Churches in 20th Century Europe

Anders Jarlert
Bureaucratic resistance, acceptance, or enthusiasm in Sweden
and elsewhere

Andrea Varriale
Heroes, spectators, traitors. Representations of the Italian resistance
movement in selected filmography

Robert P. Ericksen
Resistance or complicity? Balancing assessments of
German churches under Nazism

Palle Roslyng-Jensen
The Danish State Church during the German Occupation 1940–45:
State Collaboration and Resistance

Torleiv Austad
Church Resistance against Nazism in Norway, 1940–1945

Torleiv Austad
The Foundation of the Church. A Confession and a Declaration

Klas Amark
Swedish anti-Nazism and resistance against Nazi Germany during
the Second World War

Klas Hansson
Nathan Söderblom and his Successors Swedish Archbishops’
International Footprints

Hubertus Lutterbach
Introspektion und Selbstthematisierung in Beichte und Supervision.
Ein christentums-
geschichtlicher Vergleich